Tagung mit den Schätzungsbeauftragten und Vertreter der Versicherungsgesellschaften

Auch dieses Jahr hat das Hagelschutzkonsortium gemeinsam mit dem Co.Di.Pr.A Trient das traditionelle Treffen mit den Sachverständigen und den Vertretern der Versicherungsgesellschaften für die Schätzungskampagne dieser Saison abgehalten. Dieses Event fand am Montag, 20. Juli im Grand Hotel Trento statt und wurde von den Grußworten der zwei Obmänner, Giorgio Gaiardelli und Stefan Klotzner, eröffnet. Auch Andrea Berti, ehemaliger Direktor von Co.Di.Pr.A und jetziger Direktor des Nationalverbandes der Schutzkonsortien ASNACODI, richtete seine Grußworte an die Teilnehmer und hob die Wichtigkeit solcher Treffen hervor.  Wir danken ihm für die Zusammenarbeit in den letzten Jahren und wir wünschen ihm alles Gute für seine neue Rolle.

Die technischen Daten bzgl. der Versicherungskampagne 2020 wurden von den Direktoren, Marica Sartori, seit kurzem Direktorin von Co.Di.Pr.A und Manfred Pechlaner, Direktor des Hagelschutzkonsortium vorgestellt. Dabei wurden die abgeschlossenen Versicherungsvolumen (in Südtirol immerhin rund 395 Mio.€ für Obst- und Weinbau) und die wesentlichen Neuigkeiten in Bezug zu den Versicherungsbedingungen 2020 erläutert. Die meteorologischen Daten, diesbezügliche Auswertungen, sowie die Daten zum Vegetationsverlauf wurden für das Trentino von Maurizio Bottura des FEM und für Südtirol von Berhard Botzner des Beratungsrings präsentiert. In Südtirol ist die Situation zu den Schäden bis heute noch überschaubar. In den letzten Monaten wurden einige Hagelschauer und begrenzte qualitative Schäden durch Frosteinwirkung festgestellt.  Grundsätzlich ist mit einem früheren Start der Ernte von knapp 10 Tagen zu rechnen.

Qualitative Schäden durch Frost und fehlende Produktion durch Alternanz:

Ziel dieses Treffen war es, die bevorstehende Schätzungskampagne 2020 zu koordinieren, die Schätzungsbeauftragten hinsichtlich Neuerungen und Schwierigkeiten während Produktion im Apfel- und Weinbau zu briefen und auch einzelne Schadbilder genauer abzuklären. In einigen Anbaugebieten in Südtirol aber auch im Trentino gab es vermehrt das Problem der „Alternanz“, welches erörtert wurde. Thematisiert wurde auch die Problematik des „Anterischio“:

Wurde die Versicherungspolizze nicht rechtzeitig abgeschlossen, werden jene Landwirte, vor allem in Bezug auf die Frostereignisse um den 24. März, wohl mit einem Abzug „Anterischio“ bei der Schadensschätzung rechnen müssen.

 

Vortrag Beratungsring Vortrag FEM-Fondazione Edmund Mach