Individueller Versicherungsplan PAI und Standardwert „Standard Value“ *

Mit dem nationalen Risiko Management Plan für die Landwirtschaft (PGRA) 2021 wurde die Beitragsberechnung und demzufolge die Beitragsgewährung vereinfacht.

Anstatt den Förderbeitrag auf die durchschnittlich produzierte Menge der letzten 3 Jahre oder der letzten 5 Jahre, abzüglich des höchsten und niedrigsten Wertes zu berechnen wurden für alle Kulturgruppen laut Anlage 1 des PGRA 2021 sogenannte Standardwerte je Ha definiert. Liegt der versicherte Wert eines Produktes innerhalb dieses Standartwertes (Euro/ha) erhält der Landwirt den vorgesehenen Förderbeitrag in Höhe von max. 70% ausbezahlt, sofern die veranschlagten Fördergelder 2021 auf nationaler Ebene ausreichen. Sollten diese nicht ausreichen wird der max. Fördersatz (%) an die Verfügbarkeit der Fördergelder angeglichen.

Aktuellen Angaben des Ministeriums/ISMEA zufolge bildet der individuelle Versicherungsplan (PAI) weiterhin die Grundlage zur Beitragsberechnung. Während bis 2020 neben den zu versichernden Flächen auch die geförderten Höchstmengen erklärt werden mussten, soll der Landwirt nun, neben den zu versichernden Flächen, nur mehr den zu versichernden Gesamtwert (Euro) erklären. Dieser sollte im Idealfall innerhalb des sogenannten Standardwertes (Euro/Ha) liegen. Andernfalls müssen die Kosten für den Anteil des versicherten Wertes, welcher über den Standardwert hinaus versichert wird, vom Versicherten selbst getragen werden, sofern es nicht gelingt den höher versicherten Wert mittels geeigneter Dokumentation zu belegen.

Das Landwirtschaftsministerium/ISMEA verspricht, dass Landwirte, welche eine höhere Produktion je Ha haben, als jene laut Standardwert (Euro/ha) gefördert wird, die Möglichkeit erhalten der Gesuchstellung, sprich dem PAI 2021 die notwendige Dokumentation (Anlieferungsdaten, Lieferschein, sowie Verkaufsrechnungen) beizulegen. Gelingt es somit den höher versicherten Wert ausreichend zu dokumentieren sollen auch diese Landwirte den max. Förderbeitrag, berechnet auf die effektiven Versicherungskosten, gefördert erhalten. Zum Nachweis der Erntemengen sollen laut aktuell vorliegenden Informationen, die bisherigen Regeln des PAI gelten:

  • Nachweis Menge: Es wird der Mittelwert (dz/ha) aus den jeweiligen Erntemengen der letzten 3 Jahre oder der letzten 5 Jahre, abzüglich des höchsten und niedrigsten Wertes gebildet.
  • Nachweis Verkaufspreis: Es wird der Mittelwert (Euro) aus den jeweiligen Verkaufspreisen betreffender Produktion der letzten 3 Jahre oder der letzten 5 Jahre, abzüglich des höchsten und niedrigsten Wertes gebildet.

Das Hagelschutzkonsortium empfiehlt, wo möglich, mit dem versicherten Wert innerhalb des von ISMEA vorgegebenen Standardwertes zu bleiben und nur im Extremfall über den Standardwert hinaus zu versichern. Dies deshalb, da diese Fälle und die vorgelegte Dokumentation im Einzelnen durch die Kontrollorgane der Zahlstelle AGEA geprüft werden und somit eine Verzögerung der Auszahlung des Beitrags zu erwarten ist. Auch sollte in diesen Fällen mit einer Erhöhung der Kosten für die Gesuchstellung aufgrund des höheren Aufwandes gerechnet werden.

Die wichtigsten sogenannten Standardwertwerte werden demnächst im Web-Tool des Ministeriums (ISMEA) einsehbar sein: http://assincampo.ismea.it

* Die Angaben zur Abwicklung und Darlegung der Dokumentation für den über den Standardwert versicherten Wert in Punkt 3.2 wurden anhand der zum 28.02.2021 vorliegenden Informationen durch ISMEA, MIPAAF u.a. nach bestem Wissen und Gewissen abgefasst. Das Hagelschutzkonsortium übernimmt keine Haftung für eventuelle nachträgliche Änderungen durch die zuständigen Behörden betreffend die Art der Dokumentation, der Abwicklung und der Kontrolle der vorgelegten Dokumentation während der Gesuchstellung.